Gymnasium Lindlar
  • Home
  • Schüler
    • Miteinander gestalten
    • AGs
    • Austausch und Fahrten
    • Wettbewerbe und Zusatzqualifikationen
    • Ehemalige
  • Schule
    • Das GymLi
    • Fächer
    • Stufeninfo
    • Konzepte
    • Förderung und Beratung
  • Organisation
    • Vertretungsplan
    • Übermittag
    • Unterrichtszeiten
    • Busverbindungen
    • Formulare
    • Termine
    • Ansprechpartner
  • Eltern
    • Elternmitwirkung
    • Grundschüler
    • Förderverein
  • News
  • Kontakt

Erfahrungsbericht zur Gedenkstättenfahrt 2026

8. Juni 2026gymnasiumAllgemein

Erfahrungsbericht zur Gedenkstättenfahrt 2026

Es ist der 19. April 2026, 22 Uhr – alle versammeln sich auf dem Parkplatz des Gymnasiums Lindlar. Eltern, Jugendliche und Lehrer sind aufgeregt wegen der bevorstehenden Fahrt. Die Schülerinnen und Schüler aller Schulen aus Lindlar werden 14 Stunden im Bus verbringen. Schließlich verabschieden sich alle von ihren Familien und steigen ein. Die Fahrt geht los.

Um 12.00 Uhr am 20.04. kommt die Gruppe endlich in der schönen polnischen Stadt Krakau an. Schon die ersten Eindrücke können gesammelt werden – alles ist neu, fremd und ein wenig beängstigend. Doch nach ein paar Stunden wird sich die Meinung vieler ändern. Auf dem Tagesplan steht eine Stadtführung.

Sie beginnt mit einem der ikonischsten Gebäude Krakaus – der Marienkirche. Die beeindruckende Sehenswürdigkeit hinterlässt bei allen einen besonderen Eindruck. Danach geht es weiter durch die Tuchhallen mit ihren zahlreichen polnischen Souvenirs bis nach Kazimierz, dem alten jüdischen Viertel. Dort treffen sich alle wieder, um gemeinsam zu Abend zu essen. Danach wollten alle nur noch zurück ins Hotel, denn weder die Schülerinnen und Schüler noch die Lehrerinnen und Lehrer hatten in den letzten 20 Stunden richtig geschlafen. So endet der erste Tag der Reise.

Am frühen Morgen des 21. Aprils ist es bereits laut in der Cafeteria. Niemand aus der Gruppe weiß genau, was sie heute erwartet – denn heute geht es nach Auschwitz I. Nachdem die Gruppe angekommen ist und ihren Guide kennengelernt hat, beginnt die Führung. Folter, Hunger und grausame Experimente an Gefangenen – all das geschah im ersten Konzentrationslager in der Nähe der polnischen Stadt Oświęcim. Der Besuch des Ortes, an dem sich die erste Gaskammer und das später wieder rekonstruierte Krematorium befand, war für viele Schülerinnen und Schüler sehr emotional.

Nach der informativen, aber traurigen Führung geht es weiter mit dem Workshop „In Artefakten eingeschlossene Geschichte”. Dabei lernen die Jugendlichen einige Geschichten über Menschen kennen, die in den Konzentrationslagern inhaftiert wurden und dort starben. Dadurch wird die Tragödie von Auschwitz noch persönlicher und greifbarer.

Am nächsten Morgen erwartet die Schülerinnen und Schüler ein etwas entspannteres Programm. Nach einem langen Spaziergang durch das ehemalige jüdische Ghetto teilen die Lehrerinnen und Lehrer die Jugendlichen in kleine Gruppen ein und erklären die Stadtrallye. Dabei besuchen Schüler und Schülerinnen das Mahnmal auf dem Platz der Ghettohelden, Reste der Mauer um das Krakauer Ghetto und das Schindler-Museum. Die Route dauert jedoch nicht lange und ab 12 Uhr haben alle Freizeit. Damit beginnt für viele die schönste Zeit der Fahrt. Die meisten gehen shoppen oder genießen die ruhige Zeit in ihren Zimmern. Manche erkunden die Stadt oder besuchen Museen. Der Tag endet damit, dass die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden dürfen, was sie essen möchten. Egal ob traditionelle Pierogi oder klassische Burger – allen schmeckt es an diesem Abend.

Am 23.04. kann erneut niemand ausschlafen, denn heute geht es weiter zum zweiten Teil des Konzentrationslagers – Auschwitz-Birkenau. Schon bei der Ankunft spürt man den kalten Wind und die bedrückende Atmosphäre des Lagers. An diesem Ort erkennt man besonders deutlich, wie organisiert und industrialisiert dieser Terror war. Das Gelände umfasst etwa zwei Quadratkilometer und besteht aus unzähligen kalten und nassen Baracken, den Überresten von riesigen Krematorien und engen Gaskammern.

Jede Schule legt auf dem Gedenkplatz eine Kerze nieder und gemeinsam wird eine Schweigeminute gehalten. Danach hören die Schülerinnen und Schüler weitere traurige Geschichten von Toten und Überlebenden. Für viele ist dieser Tag der schwierigste der gesamten Fahrt.

Am nächsten Tag geht es wieder nach Hause. Die Gefühle sind gemischt – manche sind traurig, Krakau verlassen zu müssen, andere freuen sich darauf, wieder zuhause zu sein. Schnell werden die Koffer gepackt und die 14-stündige Rückfahrt beginnt. Im Bus wird Karaoke gesungen, es werden Spiele gespielt und viel gequatscht. Alle sind froh, Teil dieser Reise gewesen zu sein.

Um 23 Uhr erreicht der Bus wieder Lindlar und hält an derselben Bushaltestelle des Gymnasiums Lindlar. Alle sind erschöpft, aber gleichzeitig gespannt darauf, ihren Familien von den neuen Erfahrungen, Emotionen und Geschichten zu erzählen. Diese Fahrt hat unvergessliche Momente geschaffen – sowohl traurige als auch schöne.

[von Kateryna Pososhko]

 

Organisation

  • Vertretungsplan
  • Übermittag
  • Unterrichtszeiten
  • Busverbindungen
  • Formulare
  • Termine
  • Ansprechpartner
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
Gymnasium Lindlar, 2016 | Erstellt von 1A! DIGITAL GmbH